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Meine Kunst und meine Bildsprache

Vor zwanzig Jahren habe ich damit begonnen mein Können und meine Erfahrung in Bilder einfliessen zu lassen. Dem vorausgegangen sind Jahre des Lernens und der Hingabe hin zu einem tieferen Verständnis des visuellen Ausdrucks. Waren es früher vor allem Wände die ich verschönert und bearbeitet habe, so sind es heute Tafelbilder auf denen ich meine Wahrnehmung und Sicht der Dinge aufzeige.
Etwas in mir hat mich lange zurückgehalten nach aussen zu treten. Tief drinnen wusste ich dass für mich die Zeit kommen wird, wo ich nicht nur male sondern auch eine mir eigene Form der Kommunikation finde. In jedes meiner Bilder ist eine Geschichte eingeflossen. Meine Bilder erzählen Geschichten die ich in Worten allein gar nicht fassen könnte. Es ist dies meine Art etwas zu sagen und nach aussen zu tragen. Ich bin mir durchaus bewusst dass ich keinen erkennbaren Stil vertrete oder meine Bilder sich ähnlich sind. Dies aus dem einfachen Grund weil ich mich nicht kopieren will und ich auch keinen Reiz darin sehe mich zu wiederholen. Das macht es für einen Sammler bestimmt nicht einfach. Kommt dazu, dass ich mich sehr dagegen sträube gegenständlich zu malen. Dies vor Allem deshalb weil ich nicht möchte dass meine Bilder in wenigen Worten abgehandelt werden können. Es soll immer noch Raum bleiben um dem Betrachter ein Staunen zu entlocken, ihn zu begeistern und ihn zu entführen in die Welt des Unbekannten.

Roland Bill März 2018


Künstlerische Arbeit ist nach meinem Verständnis und meinen Erfahrungen das Beherrschen verschiedener Techniken und Werkzeuge. Auch das Wissen über die Verwendbarkeit von Malmaterialien ist ein sehr wichtiger Aspekt den der Künstler beachten muss. Ein Bild soll ja eine lange Zeitspanne überdauern. Die Wahl der Pigmente und des Bindemittels ist entscheidend ob ein Bild wirklich beständig ist. Ein Bild kann durch Lichteinfluss (UV-Strahlen) zerstört werden und sollte aus diesem Grund vor Sonneneinstrahlung geschützt werden. Im Aussenbereich wählt man mit Vorteil eine Wand die der Sonne abgewandt ist als Bildträger. Ein klassisches Beispiel ist in Gebenstorf, AG an der Kreuzung vor der Reussbrücke zu finden.

Farbverlauf mit Acrylfarben ausgeführt im Jahr 2004 durch Roland Bill, Kunstmaler   

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Jugendstilhaus in Baden AG erbaut durch Architekt Arthur Betschon 1903/04. Im Eingangsbereich galt es die Deckenbemalung in Silikat-Technik neu zu malen. 

Die ursprüngliche Malerei war nur noch in Fragmenten sichtbar. Von der rechten, besser erhaltenen Seite wurde eine Pause angefertigt und spiegelbildlich auf die linke Seite übertragen. Dannach wurden die Farben bestimmt und von jedem Farbton die benötigte Menge gemischt. In freier Wandmaltechnik wurde dannach die Malerei aufgebracht. 
Silikatfarben setzen sich zusammen aus Kaliwasserglas und mineralischen Pigmenten. Wobei sich das Kaliwaserglas durch Verkieselung mit dem Kalkputz verbindet. Die Standzeit eines solchen Anstrichs kann hundert Jahre und mehr betragen!

restauriert im Jahr 1991 durch Roland Bill, Kunstmaler



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